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"Aurea hora" - eine triadische Intervention, 2007, 32-teilige Arbeit; Wasser, Essig, Spiritus, Fermente in Phiolen, 7 Gläser graviert, Grösse variabel |
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„Aurea hora“ – eine triadische Intervention Morgenröte oder die goldene Stunde / die Alchemie des Alltags Die Intervention „Aurea hora“ beinhaltet eine Trilogie einer all-täglichen Handlung, die sich in der Rekonvaleszenzphase der Wandlung und Gärung zur Blüte einer finalen Schöpfung entfaltet. Am Morgen des 21.Juni 2007 wird sich die erste Phase der Intervention „Aurea hora“ an den 3 Chorfenstern der Sankt Martinskirche zu Chur eröffnen. Diese, vom morgendlichen Goldlicht beschienenen Ostfenster, werden am Tage der Sommersonnenwende (*längster Tag / kürzeste Nacht) von Schmutz, Russ, Blütenstaub, tierischen Exkrementen und weiteren Ablagerungen gereinigt. Die künstlerische Handlung der Reinigung gestaltet eine Entmaterialisierung am Chorfenster – eine unsichtbare Gestaltung, welche eine Klarsicht und Farbenpracht vom profanen Aussen ins sakrale Innen befördert und steigert – ein Paradoxon der sichtbaren Gestaltung. Die gereinigten Chorfenster werden zur kristallinen Membran zwischen Licht und Dunkelheit, welche im Zeichen der Wandlung während des weiteren Verlaufes der Sonne stehen. Das Schmutzwasser der Reinigung – ein Relikt -, das in gelöster Form die Aurea hora der Ablagerungen beinhaltet, wird bis zum 1.November 2007 in zwei gläsernen Phiolen gehütet und vom Sonnenlicht gereinigt – ein Zeitraum der Ruhe, der Wandlung und der Gärung. Eine Wandlung, die an den Darstellungen der Chorfenster als gläserne Seiten lesbar wird. In der Ausstellung „Handlung und Relikt“ im November 2007 in der Galerie Luciano Fasciati schliesst sich der Kreis der Intervention „Aurea hora“. Das ruhende Gewässer wird zum Ausstellungsexponat, welches sich während der Ausstellungszeit in 32 Phiolen teils zu einer gestalterischen Neuschöpfung evozieren lässt. Sieben Gläser sind mit der *Vitriol-Formel graviert: *V Visita Besuche das Innere der Erde, durch Läuterung (also das Unwesentliche, die Schale vom Wesentlichen, dem Kern, trennst) wirst du den verborgenen Stein (die Grünung) finden. Der Name Vitriol leitet sich von dem Glasglanz schön ausgebildeter grüner Vitriolkristalle ab (von lat. Vitrum = Glas) Der hermetische Tau wird auch „Vitriol der Weisen“ oder „grüner Löwe“ genannt. |